Die so genannte Sortiertechnik dient dazu, Teile in kurzer Zeit zu mehreren unterschiedlichen Zielen zu bringen. Wie der Name schon sagt wird hier sortiert. Die Sortiertechnik funktioniert durch fünf verschiedene funktionelle Bestandteile und zwar die Systemeingabe, das Vorbereiten, das Identifizieren, das Verteilen und die Ausgabe. Genau in dieser Reihenfolge.

Auch die kleinsten Teile werden durch den so genannten Gutstrom, der in das gesamte System gespeist wird, vereinzelt und ausgerichtet. Damit kommt jedes Teil auch wirklich da an, wo es benötigt wird. Man kann sagen, dass die Sortiertechnik ein Teil der gesamten Montageanlage ist und dafür sorgt, dass alle anderen Systeme immer wieder Nachschub bekommen.

Für die Sortiertechnik werden die unterschiedlichsten Maschinen verwendet. Da gibt es zum Beispiel Trommelzuführungen, Federzuführungen, Federentwirrgeräte und Klammerzuführungen.

Da es auch verschiedene Arten von Teilen und Gütern gibt, muss man eben verschiedene Anlagen zur Sortiertechnik benutzen. Dabei durchläuft das gesamte System viele Stationen, die aber alle auch notwendig sind, damit der Auftrag abgeschlossen werden kann und alles so funktioniert wie es soll. Zu guter Letzt werden die Teile, die durch die Sortiertechnik am passenden Platz angekommen sind für den weiteren Transport aufbereitet.

Vibrationswendelförderer / Schwingförderer / Töpfe / Wendelförderer (Töpfe genannt).

Hier werden die Werkstücke, Teile welche lagerichtig zugeführt werden sollen, in die Zuführung geschüttet.

Bunker

Die Werkstücke werden teileschonend vom Bandbunker Förderband 230/400 Volt/ 50Hz E-Motor in den Vibrationswendelförderer oder Topf transportiert. Hier werden die Werkstücke entsprechend ihrer Lage ausgerichtet.

 

Werkstücktransport durch Mikrowurf

Alle Antriebe sind mit Wechselspannung 230 Volt / 50 Hz ausgerüstet

Flugzeit

1. Bei Schwingmagneten mit direktem Netzanschluss ist die Frequenz (der mechanische Schwung gleich der doppelten Netzfrequenz). Dies bedeutet z. B. 50 Hz Netz = 100Hz mech.= 6000 Schwingungen pro Minute. Dies ist Standard. Also wird das Werkstück 6000 mal pro Minute geworfen.

2. Schwingmagnete, welche zum Anschluss über Einweggleichrichter vorgesehen sind, haben eine Frequenz von 50 Hz Netz = 50 Hz mech. = 3000 Schwingungen pro Minute. Mit der Thyristorsteuerung kann nur die Amplitude verändert werden. Frequenz bleibt gleich. Mit einem Frequenzsteuergerät kann beides verändert werden besseres Anpassen der Resonanz und Schwingfrequenz.

Die Werkstücke werden in den Bandbunker oder Vibrationswendelförderer (Topf) eingefüllt. Füllmenge je nach Größe min, ca. 1 bis 10 Liter abhängig von der Masse. Die optimalen min. / max. Stände müssen im Dauerbetrieb vom Kunden selbst ermittelt werden. Bei Minderfüllmenge oder Überfüllung kann die Förderleistung unter dem geforderten Wert zurückgehen.

Am Pendel / Sensor Topf kann min. max eingestellt u. abgefragt werden. Der Zuführtopf fördert die Werkstücke (Teile genannt) aufgrund der vom Antrieb erzeugten Schwingungen (Mikrowurfs) entlang der Wendel auf dem Bund lagerichtig in die Linearstrecke. Dies geschieht mittels mech. Schikanen, die entlang der Wendel, abgestimmt auf dem Fördergut angeordnet sind. Über die Regelgeräte wird die Schwingfrequenz eingestellt.

 

Stufenförderer/ Plattenhubförderer / Treppenförderer

Treppenförderer

Zum Beispiel mit Einführung der Chrom (VI)-freien Oberflächen nach z.B. DIN EN ISO 16047, VDA 235-103 u. 203, VW 137 50 werden u. a. auch besondere Ansprüche auch an die Zuführungen gestellt. Wir haben daher die Prozessabläufe (Sortierprozess), z.B. bei der Fertigung von Befestigungselementen, wie Schrauben und Stanz-Pressteile, im Zusammenhang bei der Einführung der Chrom, (VI)-freien Oberflächenbeschichtung untersucht. Da die neuen Beschichtungen nicht mehr so Schlag- u. Abriebfest wie die alten Chrom-Oberflächen sind, müssen bei Zuführungen die Fallhöhen und Vibration auf ein Minimum reduziert werden. In Zusammenarbeit mit den Schraubenherstellern, dem Schraubenverband, der Automobilindustrie wurden speziell die Zuführsysteme z. B. von Schrauben untersucht, verbessert und den Anforderung angepasst.
Konsequenzen für die Anlagentechnik z. B. die Zuführungen hieraus sind:

1. Reduzierung (Vermeidung) der Vibration (Problem Mikrowurf) auf max. 1-2 Minuten. Dies wird erreicht durch Vorbunker, first in first out Prinzip, keine Teilerückführung (Umlaufreduzierung). Bei genauer Beachtung ist der Einsatz von Vibrationswendelföderer, Linearförderer möglich. Am günstigsten ist es, dieses Zuführsystem, wenn möglich zu vermeiden.

2. Fallhöhenreduzierung auf max. 300-500mm durch flache Bunker, über Rutschen.

3. Die Schrauben nicht mehr zuschießen (besonders kritisch bei ALU-Schrauben), Schmutzbohrungen, Auskleidung durch Kunststoff etc.

4. Es hat sich gezeigt, dass Stufenförderer, Platten-Treppenförderer hierfür am besten geeignet sind. Durch konsequente Anwendung mit einem sich anschließenden Walzensortierer lässt sich die Vibration (keine Linearstrecke) ganz vermeiden. Leider ist dieses System nur bei rotationssymetrischen Teilen mit Bund wie Schrauben, Hülsen mit Bund, Buchsen etc. verwendbar.

Dies gilt natürlich auch für Werkstücke, welche teileschonend zugeführt werden müssen. Bei z.B. rotationssymetrischen Teilen mit Schaft, wie z.B. Schrauben, Buchsen etc werden Walzensortierer in Verbindung mit Stufenförderern eingesetzt. Er dient dem lagerichtigen Zuführen von Teilen/Werkstücken. Die Teile/Schrauben werden am Kopf hängend orientiert und in Laufrichtung transportiert. Der Transport der Teile erfolgt hängend unter einem Neigungswinkel und gleichzeitiger Rotation der Walzen.

Je nach Teileart können bis zu 350 Teile/Minute zugeführt werden. Der Walzensortierer kann z. B. auch als Sortier- u. Kontrolleinheit bei Schrauben eingesetzt werden. Die Walzendurchmesser liegen zwischen 20 und 50mm. Die Walzenlänge ist Produkt abhängig von 500mm bis 1500mm. Der Walzenabstand und die Geschwindigkeit ist einstellbar. Durch ein Sortierrad am Auslauf werden die Teile vereinzelt.

Stufenfördere

Anwendungsbeispiele: Mit Bunker und mit Stufenförderer

Treppenförderer

Anwendungsbeispiele: Stufenförderer mit Walzensortierer und 10 bis 17-fach Vereinzelung für z. B. Schrauben.

Treppenförderer

Trommelzuführungen, Federzuführungen, Federentwirrgeräte für z.B. Druckfedern, Klammerzuführungen, Clipse

Trommelzuführungen für Druckfedern, Sicherungsringe, Stifte und einfache Federentwirrgeräte um z.B. Druckfeder zu vereinzeln für einen Handarbeitsplatz. Die Teile werden durch die sich langsam drehende Trommel und unterstützt durch Luftimpulse entwirrt und mittels Schaufeln auf den Linearförderer mehrbahnig abgelegt. Von dort gelangen die Teile über den Auslauf (einer Venturidüse) in Schläuche (bei Federn, Stifte u. Schrauben) zur Abnahmeposition. Rechts eine patentierte Lösung mit Töpfen. Mit diesem Trommelzuführsystem können auch 2 bis 40 bahnige Lösungen dargestellt werden. D.h. Es können bis zu 40 Messingbuchsen gleichzeitig in eine Kunststoffspritzform eingebracht werden.

Trommelzuführungen

Trommelzuführungen

Tags: